Der Totenkranz
A. Beach
Ich lege einen Totenkranz
dir, Mutter, auf das Grab,
den ich aus Rosen ohne Dorn
für dich gewunden hab'.
Die zarten Rosen, Fürsten selbst,
oft nicht erblühet sind;
doch legt auf seiner Mutter Sarg
sie still manch' Bettlerkind.
Wohl überall am Wege steh'n
sie als ein wild Gerank,
doch nicht sie jedes Aug' erschaut;
man nennt sie: "Kindesdank."
Dich aber, Mutter, schmücken sie
als schönste Totenzier,
für jeden Segen, den du gabst,
pflückt' eine Ros' ich dir.
Und dass der Kranz nicht welken mag,
den auf dein Grab ich setzt',
hab' ich mit meines Herzens Blut
die Rosen leis' benetzt.