Es rauscht der Strom
A. Becher
Es rauscht der Strom, es weht der Wind,
wie Wind und Strom die Zeit verrinnt!
Es rauscht ihr Strom bergauf, bergab,
und manches Blümchen fällt hinab.
Mit Adlersschwingen angetan
fleucht Phantasie dem Strom voran;
zurück in stille Dämmerung
schifft einsam die Erinnerung.
Sie sucht bei bleichem Mondenglanz
die Blümchen auf im Wogentanz;
betaut von süßer Tränen Lauf
blüht manches Blümchen wieder auf.
Bist, Lieber, du einst fern von mir,
so folg' ihr gern, o folge ihr
zurück ins stille Schattenland,
ich harre dein an ihrer Hand.