Die Verscheuchte

A. Bloch

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,

Entseelt begegnen alle Welten sich –

Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild.....

Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.

– Komm bete mit mir – denn Gott tröstet mich

Wo weilt der Odem, der aus meinem Leben wich?

Ich streife heimatlos zusammen mit dem Wild

Durch bleiche Zeiten träumend – ja ich liebte dich.....

Wo soll ich hin, wenn kalt der Nordsturm brüllt?

– Die scheuen Tiere aus der Landschaft wagen sich

Und ich vor deine Tür, ein Bündel Wegerich.

Bald haben Tränen alle Himmel weggespült,

An deren Kelchen Dichter ihren Durst gestillt –

Auch du und ich.