Wie gut der liebe Gott es meint
A. Deprosse
Wie gut der liebe Gott es meint
Mit jungem Wanderblut!
Sieh, seine liebe Sonne scheint
In lebenswarmer Glut.
Du Himmel, blau und heiter,
Du Feld so grün und weit,
O, laßt mich immer weiter
Durch eure Herrlichkeit.
Wie meint er's gut, wie meint er's treu,
Daß er den Frühling schickt,
Daß täglich, schöngeschmückt auf's neu',
Man seine Welt erblickt.
Da jubelt jede Kehle
In dieser Blüthenzeit,
Doch hat's in meiner Seele
Am schönsten noch gemait.
Ich walle weiter sonder Harm,
Den schönsten Lenz in mir,
Mich grüßt der Vögel lust'ger Schwarm
Im blühenden Revier.
Ihr Vöglein schwebet leise
Um meinen Pilgergang
Und singet eure Weise
In meines Liedes Klang.
Und weil's der Herrgott also gut
Nun mit uns allen meint,
Und weil sein Aug aus Allen ruht,
Die seine Sonn' bescheint:
Drum wollen wir ihn preisen
Auch unser Leben lang,
Mit unsern besten Weisen,
Mit unserm schönsten Sang. --