Der Heimathstraum
A. Dietrich
Wem stahl sich nicht mit süßem Schmerz
Der Heimathstraum, der Heimathstraum,
Der flücht'ge in's bewegte Herz
Zu Land und See im fremden Raum?
Sei heller dort der Sonne Licht,
Sei frischer grünend Busch und Baum,
Das Schönste gleicht an Reiz doch nicht
Dem Heimathstraum, dem Heimathstraum.
Den Seemann frage, wenn er fern
Durchschweift des Weltmeers Wogenschaum,
Ob ihm nicht, strahlt der Abendstern,
In's Herz sich stiehlt der Heimathstraum,
Der ihm den Gruß der Liebe bringt
Herüber durch den blauen Raum,
Ob ihm als schönstes Glück nicht winkt
Der Heimathstraum, der Heimathstraum.