Des Abends
A. Dietrich
Tiefrot der Himmel,
die Luft so labend,
so mild der Abend,
so lenzesschön;
noch eine Lerche
schwebt über Triften,
nun aus den Lüften
sinket auch sie.
So sanft, so friedlich,
die Welt so schweigend,
die Seele neigend
sich still vor Gott;
und nennen Worte
nicht mein Entzücken,
zum Himmel blicken
ist beten auch.