O meiner Jugend sel'ge Stunden
A. Dietrich
O meiner Jugend sel'ge Stunden,
Wie liegt ihr stets mir noch im Sinn!
Warum, da Euer Glanz verschwunden,
Stirbt nicht auch die Erinn'rung hin?
Umsonst singt Hoffnung ihre Lieder,
Umsonst strahlt noch des Glückes Schein,
Ach, nie empfind' ich Wonne wieder
Gleich meiner Jugend süßer Pein.
Des Lebens Pfad wird dunkler immer,
Der Wind der Zeit weht kalt und rauh,
Was einst geprangt im Farbenschimmer,
Hüllt jetzt sich in ein trübes Grau.
Zwar gingen dort auch Sterne nieder,
Zwar winkt noch jetzt des Glückes Schein,
Doch ach, es bringet Nichts mir wieder,
Der Jugend-Liebe süße Pein. --