Hoffnung
A. Eberhardt
Ich möchte jubeln in alle Winde,
Doch fasst ihrs wohl all' die seel'ge Lust!
Nein, bleibe wortlos, was ich empfinde,
Ich will's verschliessen tief in meiner Brust.
Was für ein Brennen, Erzittern, Schwanken!
Es schlägt mein Herz wie noch nie es schlug!
Im Kopfe flattern mir Lenzgedanken,
Und selig folge ich ihrem Flug!
Vor meinen Ohren welch' Brausen, Singen,
Ein Tönen ist's wie ein Engelchor.
Das Ferne scheint mir herein zu dringen
Und leuchtend reisst mir der Zukunft Flor.
So darf ich glauben? wie tät' ichs gerne!
O klare Hoffnung, o lichter Schein!
Ach aus der Tiefe, aus dunkler Ferne
Ein Stern erschimmert, und der ist mein.