Ich bin zu Feld geschritten

A. Fielitz

Ich bin zu Feld geschritten,

Wollt'schneiden Gras und Klee.

Die Sichel hat geschnitten

In's Fingerlein, o weh!

Ein Knabe kam zur Stunde

Gar keck und hochgemuth.

Der schloss die tiefe Wunde

Und stillte mir das Blut.

Und weiter thät er schreiten,

Ich konnt' ihm danken kaum.

Sein denk' ich alle Zeiten

Im Wachen und im Traum.

Und tief im Herzen drinnen

Verberg' ich Gram und Weh.

O hätt' er lassen rinnen

Mein Herzblut in den Klee!