Komm, o Nerina

A. Fischer

Komm, o Nerina, wiege dich

auf meinen Knien mit Lachen,

während im heißen Auge dir

Funken der Lust erwachen.

Komm, und den Hals umstricke mir

fest mit den sanften Armen,

dass mein Gesicht sich bergen mag

an deiner Brust, der warmen!

Mag aus der Erde Tiefen dann

grause Vernichtung rauchen,

Himmel zerbersten, und wiederum

Welten ins Chaos tauchen:

Sei's d'rum! Wenn auf die Lippen mir

unter des Weltsturms Wettern

süß du pressest den Rosenmund,

trotz' ich dem Tod und den Göttern!