Schlägt der Fink im grünen Hagen
A. Fischer
Schlägt der Fink im grünen Hagen,
Daß es durch die Wälder schallt,
Fühl' auch ich im Herzen schlagen
Eine heimliche Gewalt.
Süßes Herzgespiel der Minne,
Frühling, das ist deine Macht,
Daß so Nacht wie Roth zerrinne,
Wo dein Blüthenantlitz lacht. --
Und so ging ich aus zu suchen,
Wo der liebe Name sei,
Den ich einst in dieser Buchen
Schönste schnitt im schönen Mai.
Grünt er noch? und treibt er wieder?
Ach! schon glüht mir das Gesicht:
Neuer Lenz bringt neue Lieder,
Und die Liebe welket nicht.