Drüben in Fensterleins goldigem Licht

A. Fuchs

Drüben in Fensterleins

Goldigem Licht

Blüht eines Mägdeleins

Blumengesicht.

Seit ich hineingeschaut,

Läßt mir's nicht Ruh,

Grüßt mich holdselig traut,

Lächelt mir zu:

"Knabe, im Herzen dein

Hältst du treu Haus,

Zieh ich wohl balde ein

Und nicht mehr aus!"

Klang's wie ein Frühlingslied

Hell mir in's Ohr;

Wo Ros' und Flieder blüht

Treu' ich ihr schwor.

Frug gelt ein Pfäfflein bald:

"Wollt ihr euch frein?"

Wir aber lächeln halt:

"Warum denn nein?"