Aufmunterung

A. Hackel

Komm, holde Engelreine,

besteig' mit mir den Kahn;

du weißt ja, wie ich's meine,

d'rum mutig nur heran.

O fürchte keine Stürme,

dich schützet meine Hand;

dass sie dich treu beschirme,

ist dir ja wohl bekannt.

O sieh die klaren Wogen,

sie zeigen mir dein Blid,

dich selbst, der ich gewogen,

die mich mit Lust erfüllt.

Der Himmel lächelt freundlich

und lädt zur Fahrt uns ein;

die Wellen, zwar sonst feindlich,

sind heute spiegelrein.

Dort winken grüne Bäume

und Blumen lächeln hold;

der Liebe gold'ne Träume

verbirgt das Abendgold.

D'rum komm, du Engelreine,

komm, holde Schifferin,

du weißt ja, wie ich's meine,

o folge immerhin!