Der Fischerknabe

A. Hackel

Fischerknabe steht alleine

An dem dunklen See,

Klagt dem bleichen Mondenscheine

Seines Herzens Weh --

Und die stillen Trauerweiden

Ringsum weiden wach,

Regen sich bei seinen Leiden

Und verstehn sein Ach!

Und er steht mit herben Thränen

An dem Hügel hier:

Stille, Gott, mein heißes Sehnen,

Führe mich zu ihr! --

Und die Zeugen seiner Leiden

Neigen sich herab,

Diese stillen Trauerweiden

Stehn um Liebchen Grab.

Lösche meines Herzens Gluthen,

Lind're Du mein Weh!

Sprichts, und stürzt sich in die Fluthen,

In den dunklen See.

Und die kalten Wogen fühlen, --

Reißen ihn hinab,

Heben tobt ihn auf und spühlen

Ihn auf Liebchens Grab.