Herbstabend

A. Hallén

Ein Brausen geht durch den sterbenden Wald,

Die Blätter fliegen tot und kalt,

Das sind der Herbstnacht Stürme;

In Grauen gehüllt und in Dunkelheit,

Wie liegen die Lande so fremd und so weit!

Fern klingen die Glocken der Türme.

Zur wilden Jagd nach vergänglichem Gut

Drängt dort sich die eilige Menschenflut,

Die Brandung wächst in den Gassen,

Wer hört auf den schüttenden Glockenklang?

Er tönt die einsame Felder entlang

Hoch über den Köpfen der Massen.

Geflügelten Rades steuert die Zeit

Zermalmend fort über Lust und Leid

Durch ungemessene Fernen, -

Du lausche dem Klang mit gefühligem Ohr,

Erhebe den Blick zum Himmel empor,

Zu den rettenden ewigen Sternen!