An den Geliebten
A. Harder
Wie feurig schlägt mein Herz für dich!
Wo soll ich dich nur finden?
Wo, sag, Geliebter, find' ich dich
in Tälern oder Gründen?
Lass, hartes Schicksal, dich erfleh'n:
Wo kann ich meinen Trauten seh'n?
Von stiller Einsamkeit umwallt
harr' ich hier dein mit Schmerzen;
o komm, du liebliche Gestalt,
und ruh' an diesem Herzen!
Mein Busen schlägt für dich allein,
mit Leib und Seele bin ich dein!
Sieh', meine Arme öffnen sich
nicht, um mit dir zu ringen;
sie öffnen sich, damit sie dich
mit Liebe sanft umschlingen.
Mein Trauter, komm, mit diesem Kuss
erhältst du höheren Genuss.