Lied des Trostes

A. Harder

Was grämst du dich?

Noch wenig trübe Stunden,

Dann heilen deine Wunden;

Dann blickt dein Auge hell und klar!

Dein Geist, so fest gekettet,

Fliegt dann empor, und rettet

Zum Lande seiner Heimat sich!

Was grämst du dich?

Der große Geist,

Um den die Welten schweben,

Sieht unser kleines Leben

Und unsern Kummer gnädig an.

Er zählt die Tränen-Tropfen,

Er stillt des Herzens Klopfen,

Er ist es, der uns Trost verheißt,

Der große Geist!

Verzage nicht!

Blick auf in jene Ferne,

Da glänzen tausend Sterne!

Wie groß ist deines Vaters Haus!

Ach dort, ach dort erwarmen

An seiner Brust wir Armen!

Drum, wenn dein Herz in Tränen bricht,

Verzage nicht!