Des Einsiedels Harfe
A. Hüttenbrenner
O Harfe! dir hab' ich frühe
Vertrauet Wonne und Schmerz,
Du zogest mit mir durch's Leben
Verstehst, und tröstest mein Herz.
Dort drüben die junge Quelle
Weiß nichts von Lieben und Leid,
Sie wird's erst draußen erfahren
Im Thal' auf glühender Heid'.
Wohl plaudern die alten Fichten
In dämmernder Abendstund',
Erzählen von Sturm und Gewitter,
Sind aber nicht innerlich wund.
Mein Leben, Leiden und Lieben
Du, Harfe, weißt es allein,
Und weinst von einsamen Felsen
Mit mir in den Mondenschein.