Die Gabe des Friedens
A. Hüttenbrenner
Woher ist diese Stille,
Der Frieden wundersam,
Der nun in reicher Fülle
In meine Seele kam?
Die Welt kann ihn nicht geben;
Ich hab´ ihn aufgesucht
In ihr durchs ganze Leben,
Und ach! doch ohne Frucht.
Sie ahnt gar nicht, hienieden
Gehetzt durch Qual und Lust,
Welch tiefer Engelfrieden
Hat Raum in Menschenbrust.
Sie langt mit allen Sinnen
Nach außen im Genuss;
Doch jener ist nur innen,
Ein leiser Gotteskuss.