Die inn're Welt

A. Hüttenbrenner

So recht tief im Menschenherzen

Eine Stell´ ganz ohne Schmerzen

Ist vom heil´gem Licht erhellt:

Da ruht still die inn´re Welt.

Da nur schweben ohne Klage

Matte Schatten herber Tage,

Werden endlich sonnenhell

An des Lebens heil´gem Quell.

Hier erst weiset wahres Gute

Dir die flüchtige Minute;

Ja, sie trägt vom Trug befreit

Wahre Lebensseligkeit.

Was dein Aug´ noch nie gefunden,

Und dein Herz niemals empfunden,

Beut die Welt als Lebenspfand

Dir aus heil´ger Vatershand. Amen.