Die Waldschmiede
A. Hüttenbrenner
Auf des Waldes Tannenzweigen
Schimmert rotes Abendlicht.
Das im ernsten, mächt´gen Schweigen
Baum und Sträucher glanzumflicht.
Tief vom Walde aus der Schmiede,
Wo der Hammer lärmend pocht,
Kam das Licht, das nimmermüde,
Edel Erz und Schlacken kocht.
Ferne hallt ein dump´ Getöse;
Wie von Lieb´ das Auge glüht,
Angefacht von dem Gebläse
Nachts vom Schloss der Funke sprüht.
Poche, Hammer, poche,
Wenn das Eisen glüht,
Koche, Eisen, koche,
Bis es Funken sprüht.
Deine Funken stammen
Aus dem eig´nen Haus;
Deine Feuer flammen
Weit die Welt hinaus.
Und im fernen Echo klangen
Die Gesänge aus der Schmied´,
Und viel tausend Zungen sangen
Immer froh dasselbe Lied.
Denn die Schmiede musst du kennen,
Ist sie doch dein eigen Herz,
Wo Gefühl und Liebe brennen,
Um zu läutern rohes Erz.