Ohne Worte

A. Hüttenbrenner

Die Quellen rieselnd fallen

Vom Berg zum Talesschoß,

Und ihre Fluten hallen

Den Blumen und dem Moos

In Liedern ohne Worte.

Die Wellen munter springen

An den geliebten Strand,

Und ihre Töne dringen

Weit in das Küstenland

In Liedern ohne Worte.

Im Haine leises Beben

Aus Strauch und Bäumen weht,

Wenn sich die Zweige heben,

Im Winde ein Gebet,

Die Andacht ohne Worte.

Wenn Herzen liebend schlagen,

Ein leiser Druck der Hand,

Die Augen flammend sagen,

Was tief das Herz empfand,

Sie sprechen ohne Worte.