Im Verborg'nen
A. Jensen
Die Welt weiß Deinen Namen nicht,
Sie kennt auch nicht Dein lieb' Gesicht,
Die Welt ist zu beklagen,
Es sollen d'rum zu jeder Frist,
Wie lieblich Du, mein Schätzchen, bist,
Ihr meine Lieder sagen.
Manch' Veilchen, das im Grünen blaut,
Von keinem Auge wird geschaut,
Der Wind nur hat's gefunden
Und trägt den wonniglichen Duft
In's Weite hin auf weicher Luft,
Bis Jeder ihn empfunden.
Zur Ferne wird mit duft'ger Spur
Durch Haus und Stadt, durch Wald und Flur
Dein süßer Zauber gehen,
Ob Keiner Dich gesehen auch,
Sie fühlen Deiner Schönheit Hauch
In meinen Liedern wehen.