Ob die Locken eine Glorie quellen

A. Jensen

Ob die Locken eine Glorie quellen

Und dein Antlitz und du himmlisch mild

Auf mich blickst, ein stumm Marienbild,

Das zwei blaue Sterne fromm erhellen;

Ob dein Haar in ungebundnen Wellen

Um den Nacken flutet, stolz und wild,

Und dein Aug' ein harter Demantschild,

Dran die kühnsten Wünsche jach zerschellen;

Ob ich sehe mit dem Heil'genscheine

Dich, ob mit des Unmuts düstrer Falte,

Ewig, ewig fleh' ich nur das eine:

Daß dein schöner Mund doch nie erkalte,

Daß dein schönes Auge niemals weine,

Und mir Gott dein schönes Herz erhalte.