Rübezahl

A. Jensen

Es rauschen die Tannen und Föhren,

Und Geisterflüsterton

Umwebt in schaurigen Chören

Den felsigen Bergesthron.

Darunter dehnt krystallen

Durch des Berges nächtlichen Schacht

Sich weit in schimmernden Hallen

Des Abgrunds einsame Pracht.

Da lodern die hellentbrannten

Kleinode von Anbeginn:

Smaragde, Diamanten,

Karfunkel und Rubin.

In der Tiefe fördern die Zwerge

Der Metalle kochenden Strom:

Der Geisterfürst der Berge

Sitzt traurig im Felsendom.

Was sind ihm die gold'nen Horte,

Der Tiefe wogender Qualm?

Ihm rauscht durch die Felsenpforte

Vom Walde der Tannen Psalm.

Die feiern des Vollmonds Vigilie,

Und rauschen ein träumerisch Lied

Von einer schönen Lilie,

Die drunten im Thale blüht.