Abendhauch weht durch die Welt

A. Klughardt

Abendhauch, Abendhauch weht durch die Welt,

Sternelein kommen am Himmelsgezelt,

Sternlein, die gülden in glitzernder Pracht

bewachen mein Kindlein in schweigender Nacht.

Blümelein, Vögelein gehen zur Ruh',

darum, mein Liebchen, entschlumm're auch du.

Bist ja mein Blümlein, mein Vöglein bist du,

o schließe die Augen und schlafe in Ruh'!

Abendhauch weht nicht mehr, still ist die Welt,

leise nur rauscht noch das Brünnlein im Feld.

Brünnlein und Mutterlieb' ruhen ja nie,

sie schaffen und sorgen so späte als früh.