Wir Bauern
A. Knab
Wir Bauern dulden keinen Spott
an unserm Herrn und Helfer Gott!
Was wären wir denn ohne ihn?
Eine Ehschaft ohne Gatten.
Ein Bienenstock ohne Königin,
ein Baum ohn Frucht und Schatten.
Wir brauchen ihn wie's lötig Gold.
Der Bettler und der Eigenhold
kann nur "Vergelt's Gott" sagen.
Dem Blinden scheinet hell sein Licht.
Er ist's, der mit dem Kranken spricht.
Er hört des Stummen Klagen.
Er warf die Lerche in die Luft.
Er gab der Blume Farb und Duft.
Er gab dem Korn die halmende Kraft,
dem Apfel allen süßen Saft,
dem Bauern Macht und Leidenschaft
zum Werk, dem menschenguten.
Er hat dei Ewigkeit vetrliehn.
Wir alle müssetn ohne ihn
am Acker Zeit verbluten.