Der Liebe Macht herrscht Tag und Nacht
A. Krieger
Nun sich der Tag geendet hat,
und keine Sonn' mehr scheint,
schläfft alles was sich abgematt'
und was zuvor geweint.
Du Schöne, bist in Schlaff gebracht,
und liegst in stiller Ruh!
ich aber geh' die ganze Nacht,
und thu kein Auge zu.
Erhöre doch den Seuffzer-Wind,
der durch die Fenster geht,
der sagt dir, wie du mich entzündt,
und wie es mit mir steht.
In dessen habe Gute Nacht!
Du meine Lust und Pein!
und wenn ou Morgen auffgewacht,
so lass; mich bey dir seyn.