Spanische Galeeren, ziehet ein die Ruder

A. Levinsohn

Spanische Galeeren,

Ziehet ein die Ruder,

Daß sich ausruhn möge

Mein geliebter Sklave!

O ihr schmucken Schifflein,

Die im stolzen Meere

Ihr die Wogen aufregt

Und mein Leid im Herzen;

Da der Wind jetzt wehet,

Fahret ohne Ruder,

Daß sich ausruhn möge

Mein geliebter Sklave!

In den kalten Fluthen

Zündet ihr mein Feuer,

Denn der Liebe Flammen

Brennen selbst im Eise.

O zertheilt die Wellen

Mit dem Winde fliegend,

Daß sich ausruhn möge

Mein geliebter Sklave!

Wollte Gott, ihr läget

Zwischen sichern Felsen,

Irgend eine Durchfahrt

Vor dem Feind zu schirmen,

Und ihr bliebet dorten,

Ohne Schlacht und Treffen,

Daß sich ausruhn möge

Mein geliebter Sklave!

Wollte Gott, sie ließen

Euch den Winter liegen

Auf dem klaren Spiegel

Eines stillen Golfes,

Und mit leckem Schiffe

Kehrtet ihr zum Hafen,

Daß sich ausruhn möge

Mein geliebter Sklave!