Was brausest du, mein junges Blut?
A. Methfessel
Was brausest du, mein junges Blut,
Was fließen meine Thränen?
Was glüht in dir so raschen Muth,
So wallend heißes Sehnen?
Es ist ein heilig Himmelsbild,
Das mächtig in mir lebet:
Die Freiheit meine Seele füllt,
Mich wundersam durchbebet.
Mein bist du, mein, und ich bin dein,
Will nimmer von dir lassen!
Will ewig frei und treu dir sein,
Will alle Knechtschaft hassen!
Und wenn sie dich verdrängen hier,
Dein Häuflein unterlieget:
Dann Heldentod willkommen mir,
Dein Sohn, o Freiheit, sieget!
Ich halte, treue Freiheit, dich
Mit glüh'ndem Arm umschlungen!
Mein bist du, mein! Es haben dich
Die Väter mir errungen.
Verachte nicht den schwachen Arm,
Das thatenlose Leben:
O sieh' mein Herz, mein Herz, so warm,
Es ist dir ganz ergeben!