Es rüttelt der Wind die Bäume
A. Meyer
Es rüttelt der Wind die Bäume
vor meinem Fenster so wild;
mich wiegt er in sehnende Träume,
denn freundlich umschwebt mich dein Bild.
Der Wind, der ans Fenster mir rüttelt,
nimmt meine Gedanken mit fort;
wie Blüten, vom Baume geschüttelt,
so trägt er von Ort sie zu Ort.
Mich fasst ein gewaltiges Sehnen,
ein wunderbar seliger Traum,
zum Sterne der Liebe, zum schönen,
fort durch den unendlichen Raum.
Aus diesem Leben so trübe
zum schönsten, zum glänzendsten Stern;
mit dir und unserer Liebe
zög' ich, mein Liebchen, so gern!