Versteckt unter Eschen

A. Müller

Versteckt unter Eschen da steht ein klein Haus,

Da ists Abends so sachte, da rührt sich keine Maus,

Da scheint durch die Blätter ein Licht gar so blank,

Eine Alte im Lehnstuhl, und Sie auf der Bank.

Das scheint mir in die Augen, das zieht mir in den Sinn,

Das zieht mich im Dämmern so heimlich dahin,

So warm und so traulich, weiß selber nicht wie --

So steh unterm Fenster und freu mich und schau.

Und sitzen wir plaudernd ums Licht auf der Bank,

So glänzen ihre Backen mir noch einmal so blank,

Dann ist es so ruhig, da rührt sich keine Maus:

O könnt ich da bleiben und müßt nicht nach Haus.