Trost

A. Rietz

Ich habe geruht und geträumet,

Daß ich mein Liebchen sah',

Und hinter den dunkeln Bergen

Da steigt der Mond in die Höh'.

Welch freundlich Grüßen bringt er

In seinem milden Schein

Der Erde von ihrer Sonne

Und mir vom Liebchen mein!

Und rings in Fern' und Nähe

Wie wird es hell und klar!

Und auch in meinem Herzen,

Wo's erst so dunkel war!

Nun kann ich fröhlich wandern

In die helle Frühlingsnacht:

Sie hat mich ja gegrüßet!

Das hat mich so froh gemacht!