Elisas letztes Gebet

A. Romagnesi

Deine Lyra, sie schweigt, wo die Sonne nie taget;

Trauer fasst unser Herz, der Dichtung Muse klaget.

Dein holder Name, Mercoeur, hallt wider fern und nah,

dein Gebet rief beim Scheiden

Trost für der Mutter Leiden,

arme Elisa!

Dieser Grabhügel sei mit weißen Rosen geschmücket,

so ward auch dein Talent von Schicksalshand gepflücket.

Friede umschwebe dich, dein Fleh'n erfüllt sich ja,

dein Gebet rief beim Scheiden

Trost für der Mutter Leiden,

arme Elisa!

Sie bleibt verlassen nicht, einsam in bangen Leiden,

denn dein Name wird ihr im Alter Trost bereiten.

Deine kindliche Liebe erinnert stets uns ja,

dein Gebet rief beim Scheiden

Trost für der Mutter Leiden,

arme Elisa!

Gold'nen Lorbeer des Ruhms hattest du schon errungen,

doch zu früh hast du dich zur Ewigkeit geschwungen.

Tränen fließen um dich, wir stehen trauernd da;

dein Gebet rief beim Scheiden

Trost für der Mutter Leiden,

arme Elisa!