Sturmeswinde

Rubinstein, Anton

Sturmeswinde durch die Lüfte weh'n,

dunkle Wolken hoch am Himmen geh'n,

nicht zu seh'n ist weißes Tageslicht,

nicht zu seh'n ist rother Sonnenschein

Durch den feuchten Nebelbrodem

schaut nur die grause, schwarze Nacht hervor

Bei solch' trüber schaudervoller Zeit

ist allein sein, einem Herzen kalt;

Brust an Brust sehnt es zu legen sich,

an das Gluthherz einer schönen Maid,

dann weht Winters warme Sommerluft,

und im Unheil ist auch Leid kein Leid!