Dämmerung

A. Sandberger

Wie Morgenfrühe seh' ich's schweben

So kühl und rein um deinen Mund;

Die schüchtern großen Augen geben

Ein dämmerndes Erwachen kund.

Du fühlst es schauernd, wie ein Tagen

In deiner tiefsten Brust begann,

Du ahnst mit seligem Verzagen,

Daß deiner Träume Nacht verrann.

Und ich, der all dies dunkle Sehnen

In seinem Arm sich hellen sieht,

Hab' es zu danken nur die Thränen,

Und es zu sagen kaum ein Lied.