Das ferne Land

A. von Henselt

Traget mich, schwankende Wellen,

über die Tiefe geschwind;

dort zu den Inseln, den hellen,

führe mich, schwellender Wind!

Dort in den sonnigen Fernen

lockt mich ein schönerer Strand;

glänzender leuchten die Sterne

in dem glückseligen Land.

Mild ist das Feuer der Sonne,

tiefer das himmlische Blau;

Land voll unendbarer Wonne,

gleichst der holdseligsten Frau.

Und in den rauschenden Bäumen

tönt es wie Geistergesang;

ach, zu den herrlichsten Träumen

zieht mich unendlicher Drang!

Hin zu dem fröhlichen,

hin zu dem seligen

fernen Land!