Ich schaue still und sinnend zu

A. von Sponer

Ich schaue still und sinnend zu,

Wie mir der Abendsonne Strahlen

An's Wandgetäfel im Gemach

So wunderbare Schatten malen.

Wie glühend sie im hellen Glanz

An breiten, mächtigen Geweihen,

Am abgewelkten "Bruch" noch ruh'n

Und an der Waffen starren Reihen.

Ich schaue still und sinnend zu,

Wie sie sich scheidend niedersenken,

Wie nach und nach sie matt verglüh'n,

An manchem lieben Angedenken!