Liebster, deine Worte stehlen

Adolph, Baron von Lauer-Münchhofen

Liebster, deine Worte stehlen

Aus dem Busen mir das Herz.

O wie kann ich dir verhehlen

Meine Wonne, meinen Schmerz!

Liebster, deine Töne ziehen

Aus mir selber mich empor,

Laß uns von der Erde fliehen

Zu der selgen Geister Chor!

Liebster, deine Saiten tragen

Durch die Himmel mich im Tanz,

Laß um dich den Arm mich schlagen,

Daß ich nicht versink im Glanz!

Liebster, deine Lieder wanken

Mir ein' Strahlenkranz ums Haupt,

O wie kann ich dir es danken,

Wie du mich so reich umlaubt.