Das Haar
Aimée Strohl
Er sagte zu mir: "Heute nacht habe ich geträumt,
Ich hätte deine Haare um meinen Hals,
Wie schwarzes Geschmeide
Um meinen Nacken und auf meiner Brust.
Ich liebkoste sie; als seien es meine eigenen,
und so waren wir auf immer durch die Haare
miteinander verbunden, Mund an Mund,
So wie zwei Lorbeerbäume oft nur eine Wurzel haben.
Und nach und nach, schien es mir,
verwirrten sich unsere Glieder so,
daß ich du wurde,
Oder du besuchtest mich wie ein Traum."
Als er geendet hatte,
legte er sanft seine Hände auf meine Schultern,
und sah mich mit einem so zärtlichen Blick an,
daß ich mit einem Schaudern meine Augen niederschlug.