Immer!

Alberto Nepomuceno

Ich weiss, dass ich nicht an dich denken,

Nicht deinen Namen murmeln darf,

Dass ich Schlimmes tue, wenn ich dies schreibe,

Dass meine Anrufung kriminell ist,

Dass ich nichts mehr hoffen darf;

Ich weiss, dass ich deinem Herzen

Vollkommen gleichgültig wurde;

Dass ich gezwungen bin, mich fernzuhalten,

Dass ich dich nicht einmal grüssen darf

Wenn ich dir begegne... Ist es nicht so?!

Ich weiss... Und ein so hartes Schicksal

Macht mir grausame Schmerzen... Doch ich weiss auch,

Dass alles siegt, was so stark ist

(So steht's in der Bibel) wie der Tod,

Und so stark fühle ich und werde ich fühlen.

Nur einen Augenblick dauerte

Unser Wahnsinn, doch er war derart,

Dass er, wie eine schneidende Säure,

Die in mich eindrang,

In meine Seele ein sehr tiefes Zeichen ätzte.

Oh! Die Gewissheit verstört mich,

Dass ich niemals glücklich sein werde! Niemals!

Einzig die Sehnsucht noch regiert mich...

An dich behalte ich ein ewiges Andenken

In dieser unauslöschlichen Narbe.