Pans Flöte
Alina Piechowska-Pascal
Zum Hyazinthenfest
hat er mir eine Hirtenpfeife geschenkt,
aus schön geschnittenem Schilfrohr,
mit weißem Wachs aneinandergefügt,
das meinen Lippen süß wie Honig schmeckt.
Er lehrt mich das Flötenspiel, ich sitze auf seinem
Schoß, aber ich zittere ein wenig.
Er spielt nach mir, so leise,
daß ich ihn fast nicht höre.
Wir haben uns nichts zu sagen,
so nah sind wir einander,
aber unsere Lieder wollen sich antworten,
und eines ums andere Mal
begegnen sich unsere Münder auf der Flöte.
Es ist spät,
horch, der Gesang der grünen Frösche,
der mit der Nacht anhebt.
Meine Mutter wird niemals glauben,
daß ich so lange
meinen verlorenen Gürtel gesucht habe.