Das Grab der Nymphen

André-Marie Cuvelier

Ich lief den reifbedeckten Wald entlang;

Die Haare vor meinem Mund

ließen auf sich kleine Eiszapfen blühen,

Und meine Sandalen waren schwer

Vom matschigen und zerdrückten Schnee.

Er fragte mich: "was suchst du?"

"Ich folge der Spur des Satyrn.

Seine kleinen Paarhufspuren folgen einander

Wie Löcher in einem weißen Mantel."

Er sagte: "die Satyrn sind tot.

Die Satyrn und die Nymphen auch.

Seit dreißig Jahren gab es keinen so harten Winter.

Die Spur, der du folgst, ist die eines Bocks.

Aber lass uns hier bleiben, wo ihr Grab ist".

Und mit dem Eisen seiner Hacke zerschlug er das Eis

Der Quelle, wo einst die Najaden lachten.

Er nahm große Eisschollen

hob sie gegen den blassen Himmel,

Und schaute hindurch.