Wein' nicht, mein Lieb'!
Anton Stepanovich Arensky
Wein' nicht, mein Lieb', dass dich dein Glück gemieden!
Dein Weinen, ach, nützt nichts, des sei gewiss:
Dein Glück ist tot, den Funken gleich, die sprühten,
die, kaum entfacht, zerstoben und verglühten.
Vergib! Vergiss!
Vergiss, mein Lieb', wie kurz dein Glück gewesen;
denk', dass es dir im Strahlenkranz gelacht
und statt des Herbsts, des nebelgrauen, bösen,
den holden, duft'gen Lenz dir auserlesen
und Licht und Wärme hat gebracht!
Vergiss das Jetzt mit seinem herben Leide,
verschmerz' der Brust verheerend tifen Riss,
den hohen Preis für eine Handvoll Freude
des Augenblicks, er kämpft im Lebensstreite.
Vergiss! Vergiss!