Der Vorhang schwebt hin und her

A. Mendelssohn

Der Vorhang schwebt hin und her

Bei meiner Nachbarin.

Gewiss, sie lauscht überquer,

Ob ich zu Hause bin,

Und ob der eifersücht'ge Groll,

Den ich am Tag gehegt,

Sich, wie er nun auf immer soll,

Im tiefen Herzen regt.

Doch leider hat das schöne Kind

Dergleichen nicht gefühlt.

Ich seh', es ist der Abendwind,

Der mit dem Vorhang spielt.