Agnus Dei

Arthur Grüber

Es sucht das Lamm die Bitterkeit der Heide,

Zieht Salz dem Zucker vor auf seiner Weide.

Sein Schritt wird laut im Staub,

Daß ich ihn nicht vom Regen unterscheide.

Will es sein Ziel, so ist nichts anzufangen.

Kopfstoßend starr stemmt es sein Verlangen,

Dann blökt es seiner Mutter zu, der bangen.

Lamm Gottes, das der Menschen Heil beginnt,

Lamm Gottes, das uns zählt und kennt und findt,

Lamm Gottes, sieh, erbarm dich dessen, was wir sind.

Gib uns den Frieden, nicht den Krieg bescher.

Lamm, schrecklich in des rechten Zornes Wehr,

O du einz'ges Lamm, Gott und Gottvaters Einziger.