Veilchengabe

A. Ashton

Die ersten Veilchen, die entsprossen,

Du nahmst sie an und danktest still;

Doch heut ist deine Thür verschlossen,

Da ich die letzten bringen will.

Die ersten wollten kaum entkeimen,

Die letzten wollen schon vergehn;

So hab' ich auch von meinen Träumen

Die volle Blüthe nicht gesehn.

Doch meine Träume blühn und leben

In leisen Liedern noch für dich;

Die Veilchen können nichts mehr geben,

Wenn matt ihr zartes Haupt verblich.

Jetzt welken sie in kaltem Regen,

Weil ich sie fort ins Dunkel warf;

Nicht mag ich Schönes sehn und pflegen,

Wenn ich es dir nicht bieten darf.