Trost an Elisa

August Heinrich Leberecht August Mühling

Lehnst du deine bleichgehärmte Wange

Immer noch an diesen Aschenkrug?

Weinend um den Todten, den schon lange

Zu der Seraphim Triumphgesange

Der Vollendung Flügel trug?

Siehst du Gottes Sternenschrift dort flimmern,

Die der bangen Schwermuth Trost verheißt?

Heller wird der Glaube nun dir schimmern,

Daß hoch über seiner Hülle Trümmern

Walle des Geliebten Geist!

Wohl, o wohl dem liebenden Gefährten

Deiner Sehnsucht, er ist ewig dein!

Wiedersehn, im Lande der Verklärten,

Wirst du, Dulderin, den Langentbehrten,

Und wie er unsterblich seyn!