Wir sassen auf hohem Felsgestein
B. Ramann
Wir saßen auf hohem Felsgestein
Und blickten in die Fluten,
Wir saßen selig da im Schein
Der Abendsonne-Gluten.
Tief unten lag das dunkle Meer
wie sonst vor unsren Blicken,
Gleich Nebelwolken trüb und schwer
Die mäßig sich entrücken.
Da reichtest Du mir deine Hand
Wir aber schwiegen beide,
Die Thräne die im Aug' dir stand
Golt mehr als alle Eide.
Das Meer, es brauste fort und fort.
Die Sonne schien d'rauf nieder.
Wir aber saßen an jenem Ort
Vereinet niemals wieder.