An eine Braut
B. Randhartinger
Mit grünender Myrte so herrlich geschmückt,
die Seele von Sehnsucht der Liebe entzückt,
die Perlen der Wonne im Auge so klar,
so Bräutchen, tritt hin vor den heil'gen Altar,
so reiche dem Manne der Wahl deine Hand;
die Kirche, sie segne das dauernde Band.
Und wie die Myrte nie welkt, nie verblüht,
sei immer dein Leben von Freude umglüht.
Und wie die Blüten stets lilienrein,
so möge dein Sinn in der Ehe auch sein.
Dann strahlet nach Jahren dein Antlitz im Glanz,
beschaust du das Sinnbild der Hochzeit: den Kranz!